Erlebnismarketing nimmt Form an

Das Wachstum des Online-Handels erfordert Erfindungsreichtum, um die Verbraucher im physischen Netzwerk zu halten. Marken und Einzelhändler wenden sich an POS-Marketing-Fachleute für ihre Events. In diesem Markt hat Globe gerade durch die Übernahme von Techsell einen neuen Dienst hinzugefügt.

 

Werbeaktionen und niedrige Preise reichen nicht mehr aus, um den Kaufakt auszulösen, geschweige denn Kunden in die Geschäfte zu locken. Ein Einstellungswandel, für den der Aufstieg des E-Commerce nicht ausreicht, um ihn zu erklären. „In zehn Jahren ist der Verbraucher zum Schauspieler geworden, und er erwartet nicht mehr, dass ihm eine gute Geschichte über ein Produkt erzählt wird. Sie schauen Marken in sozialen Netzwerken an und warten auf Antworten, auf den Beweis, dass das, was wir ihnen verkaufen wollen, ihnen wirklich entspricht“, sagt Jeremy Dahan, Gründungspräsident von Globe, Spezialisten für „experimentelles“ Marketing.

 

Sein Unternehmen, das 2002 gegründet wurde, konnte sein Geschäft jedes Jahr um 26% steigern. In diesem Jahr wird das KMU einen Umsatz von 45 Millionen Euro erzielen und einen Bruttogewinn (Ebitda) von 10% erwirtschaften. Dank der Übernahme von Techsell und seines Umsatzes von 30 Millionen wird sich seine Größe praktisch verdoppeln.

 

Techsell ermöglicht es Globe, sein Dienstleistungsangebot um einen neuen „Baustein“ zu erweitern, nämlich das Ladenpersonal für die Durchführung von POS-Events. „Einstellung, Einfühlungsvermögen und Führungsqualitäten sind bei der Rekrutierung wichtig“, sagt Jeremy Dahan, der die „Schlüsselrolle der Mitarbeiterschulung“ nicht genug betonen kann. Das positive Erlebnis in den Geschäften beginnt dort.

 

Maximale Sichtbarkeit

Marken und Warenzeichen vervielfachen Veranstaltungen, Pop-Up-Stores oder Roadshows…, um die Menschen wieder zum Kaufen zu bewegen. Mit der Marke Granola hat Globe das Granoland erfunden, ein neues Land, um seine Kekse Jugendlichen vorzustellen. Ihre „Botschaft“, die während der Winterferien 2019 am Gare de Lyon eingerichtet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie dem jungen Publikum vorzustellen. Die Operation wurde in Geschäften mit Mini-Verkostungsständen fortgesetzt.

 

Ein weiteres Beispiel: Auf dem Weihnachtsmarkt 2019 auf dem Vorplatz des Gare Saint-Lazare werden etwa zehn Marken in Pop-up-Läden, Speisewagen und Ständen mit kleinen Geschenken präsent sein, die sich die Kunden (per Fahrrad) nach Paris liefern lassen können. Maximale Sichtbarkeit ist garantiert, da dort schätzungsweise 11 Millionen Menschen das Programm in der Zeit zwischen dem 29. November, Black Friday, und dem 24. Dezember sehen werden.

 

Valérie Leboucq

Les Echos, veröffentlicht am 04.10.2019